Port Elizabeth - Addo Elephant N.P. - Jeffrey's Bay - Tsitsikamma Forest and Coastal N.P. - Plettenberg Bay - Knysna - Mossel Bay - Hermanus - Gordon's Bay - Stellenbosch - Franschhoek - Kapstadt - Kap der Guten Hoffnung - Blaubergstrand - Paarl - Ceres - Citrusdal - Cedarberge - Clanwilliam - Ai-Ais - Fish River Canyon - Keetmanshoop - Aus - Namib Naukluft Game Park - Solitaire - Walvis Bay - Swakopmund - Twyfelfontein - Sesfontein - Opuwo - Epupa Falls - Opuwo - Kamanjab - Outjo - Etosha N.P. (Okaukuejo - Halali) - Tsumeb - Grootfontein - Rundu - Kasane - Kazungula - Victoria Falls - Kachikau - Chobe N.P. (Savuti) - Moremi N.P. (Khwai) - Maun - Orapa - Khama Rhino Sanctuary - Serowe - Gaborone - Lobatse - Rustenburg - Pilanesberg N.P. - Thabazimbi - Modimolle - Pretoria - Johannesburg
Nach vier erlebnisreichen Monaten in Neuseeland und Australien waren wir auf das suedliche Afrika gespannt. Vor allem deshalb, weil wir im Vorfeld viel Positives wie auch Negatives gehoert haben. Endlich konnten wir unsere eigenen Erfahrungen vor Ort machen. Von Perth aus flogen wir via Johannesburg nach Port Elizabeth. Bei unserem Zwischenhalt in J‘burg staunten wir nicht schlecht ueber den grossen, modernen Flughafen. Nach der Passkontrolle wurden wir von einem Flughafenangestellten freundlich begruesst und rasch zum Check-in Schalter fuer Port Elizabeth begleitet. Danach ging es weiter zum Gate. Unterwegs wurden wir von unserem sympathischen Begleiter darueber informiert, dass der Flughafen fuer die Fussballweltmeisterschaft 2010 um einiges ausgebaut und erneuert wurde. In Port Elizabeth angekommen holten wir uns als erstes unser Mietauto, einen Toyota Hilux 3.0l mit Doppelkabine und zwei Dachzelten ab. Zwei Zelte haben den Vorteil, dass wir bei einem allfaelligen Streit in getrennten Betten schlafen koennen
. Wir brauchten definitiv immer nur ein Zelt aufzustellen. Mit dem neuen Gefaehrt ging es gleich zum ersten Grosseinkauf in ein Lebensmittelgeschaeft. Dort mussten wir feststellen, dass die Gemuese- und Obstabteilung um einiges kleiner ist, als wir bisher gewohnt waren. Unsere erste Nacht auf dem Autodach verbrachten wir auf einem Camping direkt am Meer. Umgeben von wilden Pferden. Nein, keine Elefanten und zum Glueck keine Loewen, sondern Pferde (ein Paradies fuer Jasi, Chrige und Fraenzi). Unser naechstes Ziel war der Addo Elephant Park, wo wir zum ersten Mal in den Genuss kamen Tiere wie Elefanten, Zebras, Antilopen, Warzenschweine, Springboecke und Kudus in der Wildnis zu beobachten. Wir waren beide begeistert! Auf dem Camping im Park erhielten wir immer wieder Besuch von Suedafrikanern, welche uns mit vielen wertvollen Tipps fuer unsere Weiterreise nach Kapstadt eindeckten. Unser Abendessen waren dort leckere Makkaronies, dies zum „Schock“ unserer Campingnachbarn. Denn in Sued-Afrika gehoert der Braai zum Nationalgericht Nr. 1. Dies ist kein Eintopf, sondern Grillen oder Kochen auf offenem Feuer. Auf dem ganzen Campingplatz war unsere Feuerstelle die einzige, in welcher kein Feuer loderte. Uns fehlte das Holz dazu, welches hier gekauft werden muss und fuer unsere Makkaronies reichte uns die Gasflasche. Seither brennt auch bei uns jeden Abend ein gemuetliches Lagerfeuer, was wir sehr geniessen. Voller Vorfreude auf die reichhaltige und vielfaeltige Tierwelt in Namibia und Botswana ging es zuerst via Gardenroute nach Kapstadt. Vollgepackt mit den vielen Reisetipps fuhren wir via Jeffrey's Bay zur Haengebruecke ueber den Storms River in den Tsitsikamma N.P. Wer von euch hat gewusst, dass sich der hoechste Bungee Jump in Sued-Afrika befindet? Wir nicht, bis wir uns die Bloukrans Bruecke vor Ort angesehen haben. Wir staunten nicht schlecht ueber die extreme Hoehe (215m). Da gab es keine Sekunde zu ueberlegen ob wir den Sprung wagen…….nein Danke! Obwohl dieser fuer Schweizer Verhaeltnisse relativ guenstig gewesen waere, kamen uns gleich vor Ort viele andere schoene Sachen fuer denselben Geldbetrag in den Sinn.
Von der schoenen, huegeligen Landschaft ging es nach Plettenberg Bay an den schoenen Strand. Hier badeten wir nicht, denn wir waren schon auf die naechsten Tipps gespannt und fuhren zum Mittagsstopp nach Knysna. Die dortige Waterfront hat uns zwar sehr gut gefallen aber uns kam es zu sehr nach „sehen und gesehen“ werden vor. Auf direktem Weg fuhren wir nach Hermanus, welches besonders fuer Whale Watching bekannt ist. Fuer dieses waren wir leider einen Monat zu frueh dort. Dafuer genossen wir am naechsten Tag auf dem Weg nach Franschhoek und Stellenbosch den wunderschoenen Kuestenabschnitt bis Gordon’s Bay! In Gordon’s Bay fuehlten wir uns wegen dem Stadtbild ein bisschen nach Italien versetzt. FuPo in einem wunderschoenen und fuer Sued-Afrika sehr wichtigen Weingebiet… da durfte ein Wine Tasting nicht fehlen. Ein solches machten wir auf dem Boschendal Weingut, einem der aeltesten und, nach unserem Reisefuehrer, schoensten Weingut von Sued-Afrika. Stellenbosch hat uns so gut gefallen, dass es schade gewesen waere, die Nacht auf dem entfernten Camping zu verbringen. Schnell haben wir uns in einem huebschen Hotel einquartiert und konnten somit am naechsten Morgen noch einmal einen Spaziergang durch die Stadt geniessen. Danach fuhren wir direkt an die Waterfront in Kapstadt, wo uns die Faehre nach Robben Island brachte. Die dortige Fuehrung von ehemaligen Insassen des Gefaengnisses, in welchem unter anderem Nelson Mandela lange Zeit gefangen gehalten wurde, war sehr eindruecklich und emotional. Verkehrschaos pur herrschte in und um Kapstadt in den Abendstunden auf unserem Weg zum Kap der Guten Hoffnung. Dieses besuchten wir frueh morgens am naechsten Tag. Gleich darauf fuhren wir nach Kapstadt zurueck um die Stadt mit einem Hop-on, Hop-off Sightseeingbus zu erkunden. Es war sehr interessant auf diese Weise mehr von Kapstadt zu sehen und zu erfahren. Das Bo Kaap Quartier und den Tafelberg haben wir uns genauer unter die Lupe genommen. Unglaublich aber wahr – kaum auf dem Tafelberg angekommen, versteckte Nebel die Sicht auf die Stadt. Wir gewaehrten diesem einige Chancen sich so schnell wie er gekommen war wieder zu verziehen. Diese packte er leider erst als wir mit der 360° drehenden Gondel wieder bei der Talstation waren. Pech fuer uns, aber ein Grund diesem wieder einmal einen Besuch abzustatten! Verabschiedet haben wir uns bei einem Nachtessen an der Waterfront mit herrlichem Blick auf den Tafelberg. Seit drei Monaten wurden wir jeden Tag mit viel Sonnenschein und blauem Himmel verwoehnt. Dies aenderte sich als wir die Cedarberge besuchten. Die vorgesehene Wanderung fiel leider buchstaeblich ins Wasser. Dafuer begnuegten wir uns mit einem Tea-Tasting in der Rooibos-Teefabrik in Clanwilliam und bei unseren netten Campingplatzbesitzern. Es war lustig, dass unsere Wahl bei all den verschiedenen Aromas auf die zwei selben fiel. Hier lernten wir uebrigens, dass diese Teesorte nicht [Rooibosch] sondern [Rooibos] ausgesprochen wird. Auf dem Campingplatz waren wir zum Glueck für die zwei Naechte die einzigen Gaeste. So konnten wir dem Regen ausweichen und die Dusche in unser Wohn- und Esszimmer umfunktionieren. Wer denkt die Buerokratie in der CH sei schlimm, stand noch nie an der Grenze zwischen Sued-Afrika und Namibia in Vioolsdrif. Auf Sued-Afrikaner Seite mussten wir bei drei wichtigen Grenzbeamten vorsprechen. Obwohl wir die einzigen Passanten waren dauerte das ganze Prozedere ueber eine halbe Stunde. Auf Namibia Seite erwartete uns der genau gleiche Ablauf ein zweites Mal. Das Arbeitstempo stand dabei demjenigen des suedlichen Nachbarn in nichts nach. Das waehrend der ganzen Zeit immer wieder Leute um unser Auto schlichen um einen Blick in die Fahrerkabine zu erhaschen, waren wir schon von Sued-Afrika her gewohnt. Eine gesunde Portion Misstrauen und ein waches Auge sind hier angebracht. WELCOME IN AFRICA!
Unsere erste Station in Namibia war der Fish River Canyon. Es handelt sich dabei um den zweit groessten Canyon der Welt. Groesser ist nur noch der Grand Canyon in den USA. Die Entstehungsgeschichte und der geologische Aufbau sind aeusserst interessant. Bei einer guten Tasse Rooibos-Tee genossen wir es in vollen Zuegen vom Canyon Rand aus den wunderschoenen, maeandrierenden Verlauf des Flusses zu folgen. Genau so schoen war die unglaubliche Ruhe. Im Gegensatz zum Grand Canyon ist man hier absolut alleine – ein fantastisches Erlebnis. Die Nacht verbrachten wir im Cañon Roadhouse, welches nicht nur wegen den interessanten Oldtimern ein Besuch wert ist, sondern auch wegen der Gastfreundschaft der Angestellten. Unsere naechsten Highlights waren die Besuche des Koecherbaumwaldes und Giants-Playground, eine Ansammlung von unzaehligen, merkwuerdig angeordneten Steinen in der Naehe von Keetmanshoop. Der Abstecher dorthin hat sich sehr gelohnt. Die folgenden zwei Naechte genossen wir die wunderschoene Natur und Ruhe auf dem Camping der Namtib Desert Lodge. Hier ist passend zu erwaehnen, dass der Sternenhimmel, sowie die Sonnenuntergaenge in Namibia wirklich wunderschoen sind. Damit wir mit warmem Wasser duschen konnten, mussten wir erst mit einem Holzfeuer den Boiler erhitzen. Hier lernten wir Hans, der mit seinem Motorrad fuer – man hoere und staune – mindestens sechs Jahre, auf Weltreise ist kennen. Es war sehr spannend seinen Erzaehlungen zu folgen. Wir freuen uns schon auf das Buch zu seiner Reise! Die Wanderung auf die grosse Sandduene in Sossusvlei haben wir unterschaetzt! Wir gehoerten zwar fruehmorgens zu den ersten Besuchern, trotzdem waren die ersten Sonnenstrahlen schon sehr heiss, was uns den Marsch hinauf nicht leichter machte. Die Belohnung fuer die Anstrengung war eine absolut schoene Aussicht auf die Duenenlandschaft. So richtig heiss wurde es dann, wie der Name erahnen laesst, im Dead-Vlei. Was uns aber nicht hinderte ueber eine Stunde herum zu laufen und Fotos zu machen. Die mehreren Dutzend abgestorbenen Baeume, weiss-grauer Boden, rote Duenen und ein tief blauer Himmel bildeten ein wunderschoenes, ja kitschiges, Fotosujet. Die verdiente Abkuehlung holten wir uns im nahe gelegenen Sesriem Canyon, wo es um einige Grad kuehler war.
Solitaire (gemeint ist nicht das Spiel!), bestehend aus einer Tankstelle, Camping und einigen Haeusern, hat neben einer Tankfuellung eigentlich nichts zu bieten. Wirklich nichts? Nein! Es gab zu unserem Erstaunen eine Baeckerei, welche extrem feinen Apfelkuchen verkaufte. Von diesem schwaermen wir noch heute und wuerden fuer einen solchen jederzeit wieder einen kurzen Zwischenstopp in diesem „Doerfchen“ einlegen. Den Kuiseb Canyon haben wir uns aus einem Grund genauer angeschaut. Dort ist die eine „Wohnung“ von Henno Martin und Hermann Korn zu sehen. In Namibia haben wir uns das Buch „Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wueste“ der beiden Geologen gekauft. Aus diesem lesen wir uns abwechslungsweise Kapitel vor, was sehr unterhaltsam, lustig und spannend ist. Zu lesen wie sich die beiden Autoren fuer zweieinhalb Jahre in der Namib verborgen hielten, um einer Internierung des 2. Weltkrieges zu entkommen, ist faszinierend. „Kleinigkeiten“ – wie sie selber Biltong (getrocknetes Fleisch, welches wir hier auch essen) oder die gemachten Erfahrungen bei der Beobachtung der wilden Tiere, welche wir auch gemacht haben – mit ihnen zu teilen macht Spass.
Ein Erdinger Weissbier bestellten wir uns im Restaurant Brauhaus in Swakopmund. Diese Stadt ist so deutsch, dass Andreas im Fernseher sogar die Zusammenfassung des letzten Spieltages der Deutschen Bundesliga mitverfolgen konnte. Um den Stadtkern zu Fuss erkunden zu koennen, goennten wir uns in Meike’s Guesthouse (sehr empfehlenswert) fuer zwei Naechte ein Zimmer inklusive reichhaltigem Fruehstuecksbuffet. Unterwegs zum naechsten Camping schauten wir uns die Felsgravuren und –malereien, sowie die Orgelpfeiffen (eine Ansammlung von Basaltsaeulen) in Twyfelfontein an. „I APOLOGIZE FOR ROAD CONDITION“ stand auf dem Begruessungsschild bei der Zufahrt zum Campingplatz „Schoene Aussicht“. Ein wenig durchgeschuettelt und erschoepft von den Strassenverhaeltnissen angekommen, erwarteten wir eigentlich einen alten Mann mit weissem Bart. Begruesst wurden wir aber von Eva, Chrigu aus der Schweiz und dem braunhaarigen Marius, Besitzer der Farm. Nach dem Welcome-Drink zeigte uns Marius seine Mineralienmiene. Sehr zur Freude von Andreas, da es zwei Schraegstollen à je 30m hatte. Diese liessen sein Mineurenherz hoeher schlagen. In der Miene wird Dioptas abgebaut, ein ausgesprochen seltener Schmuckstein, den es sonst nur noch bei Tsumeb und an einer Stelle in Kenya zu finden gibt. Marius lebt seit ueber 20 Jahren dort und besass als einer der ersten Bewohner dieses Gebietes ein Auto. Dadurch kam er in Kontakt mit den Himbas, welche ihn fuer notwendige Spitaltransporte aufsuchten. Seither pflegt er ein enges Verhaeltnis zu zwei Himbadoerfern. Es war sehr interessant diese zwei mit ihm zu besuchen und viel ueber deren Kultur zu erfahren. Bei mehreren Zwischenstopps gab Marius sein Wissen ueber die oertliche Pflanzen- und Tierwelt zum Besten. Beim gemeinsamen Lunch in der Wildnis von Namibia kamen wir uns vor wie in einer Filmkulisse, so schoen und ruhig war es! An der Grenze zu Angola , bei den Epupa Falls, fuehlten wir uns umgeben von Palmen und (seit langem wieder einmal) Wasser wie in einer schoenen Oase. Kaum das Eingangstor des Etosha N.P. passiert, wurden wir von einer Herde Zebras begruesst. Nun folgte ein Highlight nach dem anderen. Gespannt beobachteten wir aus naechster Naehe Elefantenherden, kaempfende Nashoerner, elegante Giraffen, imposante Loewen, Zebras, Kudus, Gnus, Antilopen, Warzenschweine, fotogene Erdmaennchen,… der freie Speicherplatz auf unseren Fotokameras wurde schnell kleiner! Waehrend wir kochten, war das Gebruell eines Loewen in unmittelbarer Naehe zu hoeren! Zu unserer Beruhigung trennte uns ein Zaun von diesem. Ein solcher fehlte uns jedoch auf den Campingplaetzen in Botswana, weshalb wir uns dort mehrere Male mit rasendem Herz von den Elefantenbesuchen im oder hinter dem Auto versteckten mussten. Einmal nach einem morgendlichen Loewengebruell im Chobe N.P. in Botswana blieben wir eine Stunde laenger im Dachzelt liegen, um unbeschwerter aufstehen zu koennen. Bevor wir jedoch die Grenze von Namibia nach Botswana ueberquerten, besuchten wir zuerst noch die kleinen, enttaeuschenden Popafalls! Im Nachhinein war dieser Besuch im Kanu sehr, sehr abenteuerlich. Bevor wir zu den zwei Jungs ins Boot stiegen, fragten wir nach ob hier im Okavangofluss nicht Krokodile und Hyppos (Nilpferde) leben. NEIN war die Antwort. Vom Kanu aus beobachteten wir, wie sich viele Leute im Wasser „duschten“ oder die Waesche reinigten, was uns etwas beruhigte und die Angst vor den Tieren nahm. Dies jedoch nur bis wir 4 km weiter unseren Camping, direkt am Fluss gelegen, erreichten. Die Warnschilder vor Krokodilen und Hyppos waren uns sofort aufgefallen! „Leider“ hatten wir keinen Schnaps dabei, sonst haetten wir zu unserem Schock einen grossen Schluck genommen. Die Hyppos, ca. 15m von uns entfernt haben wir bei „leichtem“ Schlaf die ganze Nacht gehoert. Diese letzte Nacht in Namibia werden wir nicht so schnell vergessen! Die Grenze nach Botswana passierten wir am folgenden Tag sehr gespannt. Denn von nun an fehlten uns bei den Campingplaetzen die Zaeune. Wir staunten nicht schlecht, als wir auf unserem Camping in Kazungula die ganze Nacht von zwei Securitas, ausgeruestet mit einer Taschenlampe!, vor den Hyppos bewacht wurden.
Von unserem Tagesausflug nach Zimbabwe zu den imposanten und faszinierenden Victoria Falls koennten wir ein ganzes Buch schreiben! Was wir dort alles gesehen und erlebt haben war nicht nur erfreulich, sondern auch ein wenig schockierend…trotzdem wuerden wir diesen Ausflug zu den Falls jederzeit wieder machen. Der Spaziergang entlang der Faelle war sehr eindruecklich und gluecklicherweise hatten wir unsere Jacken dabei. Mammut haelt wirklich was es verspricht. Ueber eine tiefsandige Spur fuhren wir am naechsten Tag in den Chobe N.P. zum Savuti Camping. An einer Stelle versperrte uns ein im Sand stecken gebliebener LKW die Fahrspur, so dass wir ihn durch das Gebuesch umfahren mussten. Etwa 10km vor dem Camping blieben auch wir im Sand stecken. Mit etwas mulmigem Gefuehl (es hat ja schliesslich ueberall wilde Tiere!) verliessen wir unser Auto, um uns frei zu graben. Zum Glueck kamen nach zehn intensiven und extreeeeeeeeem langen Minuten zwei andere Fahrzeuge vorbei. Zusammen konnten wir uns aus dem Sand befreien. Das Campieren auf dem Savuti Camping war einfach unglaublich abenteuerlich. So zum Beispiel am ersten Abend, als wir gerade unser Abendessen auf dem Lagerfeuer kochten und ploetzlich ein riesiger Elefantenbulle 10m vor unserem Auto aus dem Gebuesch auftauchte (kleiner Exkurs in die Tierwelt: Man glaubt es kaum, aber Elefanten bewegen sich sehr leise und sind zwischen den Bueschen und Baeumen beinahe nicht zu sehen!). Uns blieb das Herz stehen. Was sollten wir machen? Unsere bisherigen Erfahrungen mit diesen Exemplaren hatten wir jeweils aus sicherer Entfernung gemacht. Doch nun stand ploetzlich ein riesiges Tier vor uns. Leise und ohne hastige Bewegungen schlichen wir hinter das Auto, von wo aus wir den Elefanten beobachteten. Dieser steuerte noch einige Meter weiter auf das Auto zu, ehe er dieses in einer Entfernung von ca. 3m passierte. Wir machten keine Bewegung und staunten nur. Unser Pulsschlag musste irgendwo im hohen 100er Bereich gelegen haben!!! Oder bei der Ankunft, als wir das Auto parkierten. Andreas stieg sofort aus, kletterte auf das Dach und begann mit dem Aufstellen des Dachzeltes, als ploetzlich eine 80cm Puffotter (haessliche Giftschlange) unter dem Auto hervorgekrochen kam! Genau an jener Stelle an welcher Andreas vor einer Minute das Auto verliess. Die Fahrt in das Okovangodelta entlang des Khwai Rivers war wunderschoen. Hier mussten wir aber die Erfahrung machen, dass man sich auch mit GPS ganz gewaltig verfahren kann! Von Anfang an: Kurz nach dem Verlassen des Chobe N.P. fuhren wir auf ein aehnliches Auto wie unseres auf. Es war das Auto von einem hollaendischen Paerchen, welches wir bereits im Etosha N.P. kennengelernt hatten. Zusammen fuhren wir Richtung Khwai, welches am Rande des Moremi N.P. liegt. Wie sich bald herausstellte, waren sehr viele Gebiete ueberschwemmt. Auf der Karte und dem GPS Geraet der Hollaender war nur eine Strasse ersichtlich. In Tat und Wahrheit waren aber 1000 Fahrspuren zu sehen und diese wurden immer und immer wieder vom Wasser abgeschnitten. Wir versuchten eine moegliche Stelle fuer das passieren des Wassers zu finden, was sich als richtige Suche nach der Nadel im Heuhaufen herausstellte!!! Endlich, nach ungefaehr zwei Stunden fanden wir in dem Wirrwarr von Wegen und Wasser eine einigermassen passierbare Stelle. Muede und erschoepft von der Suche machten wir uns in Khwai sogleich ans Kochen. Was sich als sehr weise herausstellte, denn nur wenig spaeter begann es zu donnern und starker Regen setzte ein. Der Meinung, dass dieser am naechsten Tag nachlassen wuerde legten wir uns ins Bett. Erstaunt nahmen wir beim Erwachen zur Kenntnis, dass es immer noch regnete und regnete und regnete. Die sandige Piste zum South Gate war kaum noch zu passieren. Als der Ranger uns auch noch sagte, dass es die naechsten drei Tage in ganz Botswana nur regnen wuerde, mussten wir leider unser Reiseprogramm ein wenig abaendern. Anstatt noch laenger im Okovangodelta zu bleiben, zogen wir es vor schon Richtung Sued-Afrika zu fahren. Wir verbrachten unsere letzten Tage im Pilanesberg N.P. ungefaehr 200km noerdlich von Johannesburg.
Eine unglaublich schoene, erlebnisreiche aber auch intensive Zeit geht fuer uns zu Ende. Wir moechten das Erlebte und die vielen sehr, sehr netten Bekanntschaften mit Suedafrikanern nicht missen und sind froh das suedliche Afrika auf unserem Trip besucht zu haben
! Nun fliegen wir nach Vancouver und werden die naechsten Wochen British Columbia unsicher machen. Wir freuen uns sehr darauf!
Abendstimmung im Tsitsikamma N.P.

Zwischen Hermanus und Gordon's Bay

Kap-Hollaendische Architektur im schoenen Stellenbosch

Am Kap der Guten Hoffnung

Auf dem Tafelberg mit "Sicht" auf Kapstadt

"Abschiedsessen" an der Waterfront in Kapstadt (An Marisa & Peter: dieses Bild ist euch gewidmet....geknipst von der Terrasse des Spur)

Fish River Canyon - unsere erste Station in Namibia

Beweis fuer den Gebrauch von nur einem Zelt...

Im Koecherbaumwald bei Keetmanshoop

Giant's Playground

Fahrt zur Namtib Desert Lodge

Alleine auf dem Camping der Namtib Desert Lodge

Braai à la Namibia. PS an die Freigekochten: Bin jetzt Spezialist fuer das Kochen auf offenem Feuer!!!

Sossusvlei, Erklimmung der 300m hohen Duenen

"Erholung" im Dead-Vlei

Nach Sonnenuntergang auf dem Camping "Schoene Aussicht"

Tanzvorfuehrung im Himbadorf


An der Grenze zu Angola bei den Epupa Faellen

Loewin auf der Suche nach Beute

Abendstimmung am Wasserloch im Etosha N.P.

Es gibt bequemere Positionen etwas zu trinken...


Meteorit (besteht 90% aus purem Eisen)

Abenteuerliche Kanurundfahrt bei den Popa Faellen im Caprivi Streifen

Victoria Falls von der Zimbabwe Seite aus gesehen

Umfahrung eines im Sand versenkten LKW's

Andere Laender, andere Shoppingcenter und.....

...Bruecken



Sonnenaufgang à l'Africa

Guckst du?

Umfunktionierte Toilettenanlage auf dem Khama Rhino Camping im Sueden von Botswana

Auszug aus unserem 2.-letzten Game Drive:
Andreas zu Daniela: Hey Schatz, was fuer ein Tier moechtest du noch sehen?
Daniela: Hmmm, Giraffen und du?
Andreas:
Ein Rhino bei Tag waere noch schoen!Keine zwei Minuten spaeter (siehe Bild!!!!)

von fupo
um
10:09
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